Buchweizen-Brötli aus Roggen-Sauerteig (vegan)

Ihr Lieben!

Es ist Wochenende! Und in den letzten Wochen heißt das hier immer „Brot-Backtag“! Obwohl es mir leider an einem schönen, alten, dörflichen Brotbackhaus hier mangelt, heißt das nicht, dass es nicht auch im heimischen Backofen hervorragend klappen kann. (Über Tipps zu Brotbackhäusern und Backtagen hier in der Gegend bin ich übrigens sehr dankbar!). Ich bin ja der Meinung, dass mit der Zeit, also in naher Zukunft, genau diese urigen Dorf-Öfen wieder eingeheizt werden (oder neue entstehen!), denn der Trend geht wie bei so vielem nun eben auch beim Brotbacken zum DIY, das heißt „Do it Yourself“!

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Die Kunst des Brotbackens haben wir Deutschen ja sowieso in der Hand, und wenn man das Ergebnis mit frischer Butter und selbstgemachter Marmelade in der Hand hält, den ersten Bissen nimmt, weiß man auch warum: Es ist einfach eines unserer köstlichsten Lebensmittel auf die ich nie verzichten möchte! Eine unglaubliche Vielfalt in Zusammensetzung, Form und Farbe ist möglich. So sind in meine heutige Kreation ganze Buchweizenkörner gewandert, die in kleinen alten Konservendosen zu netten kleinen Buchweizenbrötli geworden sind. Ein Dosen-„Upcycling“, einfacher geht es nicht. Die kleinen runden Schnittchen eignen sich zum Beispiel hervorragend um als kleine Häppchen zu belegen:

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Meinen Natur-Sauerteig halte ich nun schon seit Wochen, und gerade weil nun eben jedes Wochenende gebacken wird, wird er jedesmal zu gleichen Teilen mit Roggenmehl und Wasser vermehrt, und ein guter Teil davon wieder bis zur nächsten Woche zur Seite gestellt. So wird er von Woche zu Woche besser und der Sauerteig-Geschmack im Brot kommt immer mehr durch.

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Diese Woche habe ich insbesondere Buchweizen verwendet. Buchweizen zählt zu den Pseudogetreidearten, wie z.B. auch Amaranth und Quinoa. Pseudogetreide sind Körnerfrüchte von Pflanzenarten, die nicht zur Familie der Süßgräser (alle echten Getreidearten) gehören. Die Früchte sind sehr reich an Stärke, Eiweiß, Mineralstoffen und Fett. Sie besitzen zwar keine „Eigenbackfähigkeit“ wie z.B. Weizen, Dinkel und Roggen, werden aber ansonsten ähnlich wie o.g. Getreidearten verwendet; hier spielt dann die „Teigführung“, also die Entwicklung des Teiges über die Ruhe-Temperatur und die Ruhe-Zeit eine wichtige Rolle.  Ein weiteres besonderes Merkmal ist auch dass das Pseudogetreide glutenfrei ist.

Also, genug einer kleinen Einführung zu dieser Besonderen Frucht, nun legen wir los, wiegen ab und kneten kräftig……

Zutaten: Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

  • 100g Buchweizen
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 250g Roggenmehl 1150
  • 150g Weizenmehl 550
  • 15g Salz
  • 1 TL Brotgewürz grob gemahlen
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 125g Sauerteig (zum Sauerteig-Ansatz hier), man kann ihn auch schon fertig kaufen
  • ggf. etwas zusätzliches Mehl zum Kneten und Formen

Zunächst für einige Stunden den Buchweizen in 300ml lauwarmem Wasser quellen lassen. Später dieses Wasser abseihen und nicht für das Brot verwenden. Ich mache den Quellvorgang immer über Nacht, parallel dazu füttere ich meinen Sauerteig-Ansatz, lasse beides zugedeckt bei Raumtemperatur stehen. Später dann in einer Rührschüssel das Roggen- und Weizenmehl mit dem Salz, dem Brotgewürz und dem Sauerteig-Ansatz verrühren, dazu dann die in ca. 200ml Wasser aufgelöste Hefe mit dem Zucker geben und unter weiterem Rühren den gequollenen Buchweizen (ohne das Wasser!) einrühren und einkneten.

Alles zusammen mehrere Minuten von Hand oder in der Rührmaschine kneten bis ein homogener Teig entstanden ist. Auf einer bemehlten Unterlage den Teig „längere“ Zeit zugedeckt mit einem Tuch ruhen lassen. Den Begriff „längere Zeit“ lege ich mir immer selbst aus, so wie es am besten in den Tagesablauf passt! 1 1/2 – 2 Stunden sind mein Minimum, aber ich lasse ihn durchaus auch länger ruhen, allerdings wirke ich den Teig dann immer wieder dazwischen „rund“: Rundwirken: Den Teig etwas flach drücken und vom Rand zur Mitte falten, etwas drehen und wieder vom Rand zu Mitte falten. Dieses einige Male wiederholen. Dann bekommt er wenn man ihn dann wieder zum Ruhen umdreht eine schöne Oberflächenspannung.

Soll es an´s Backen gehen, den Teig für die „Brötle“ vierteln, die (ausgewaschenen) Dosen mit Backpapierstreifen auslegen und die Teigröllchen hineinfüllen. Laßt ihnen aber noch etwas Luft zum Ausdehnen. Alternativ kann man natürlich jede andere Brotform ebenfalls wählen. Zum Beispiel eine Kastenform. Mithilfe eines Backpinsels die Teiglinge mit etwas Wasser bestreichen und erneut abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 220° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert), dabei ein mit Wasser benetztes Blech (1-2 cm) auf dem Ofenboden mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen (wobei ich es immer darin lasse und die Brotkrume spitze finde die dabei entsteht) und die Brote in den heißen Ofen (Mitte) schieben und für ca. 35-40 Minuten backen.

Nach dem Backen die Brote immer aus der Form nehmen damit sie nicht „nachschwitzen“. Sollten sie noch feucht sein, einfach nochmal für ein paar Minuten ohne Form in den Ofen geben. Abkühlen lassen und einfach genießen!

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Mein lockeres, malziges Fünfkornflockenbrot (weiteres Brotrezept) findet ihr hier.

Und ganz zum Schluß gilt es ja nun noch die Gewinner meiner veganen „Have a Try“-Blog-Schokolade zu verkünden! Tadaa, offiziell „notariell beglaubigt“ durch die Familie ;-) darf ich verkünden:

Jeweils eine Schokolade haben gewonnen:

  • Britta S.
  • Steffi

Ihr dürft euch in den nächsten Tagen über Post freuen :-) Vielen Dank dass ihr mitgemacht habt, ihr hattet ALLE (!) tolle Ideen!

Habt ein tolles Wochenende und heizt die Öfen ein!

Herzliche Grüße, eure Franziska

* Frühstücksaktion bei tastesheriff – ich backs mir- 

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Rote Bete Carpaccio mit Apfel und frischem Meerrettich – keep it raw!

Genug der Schleckerei! Jetzt wird es hier wieder gesund! Gesund und bunt, ein Potpourri aus verschiedenen Obst und Gemüsesorten vereint zu einem Rote Bete Carpaccio mit Apfel, frischem Meerrettich und selbstgezogener Kresse. Ein einfaches, köstliches, erfrischendes und leichtes, roh-veganes Gericht oder „Salat“. Und die Rote Bete ist hier ganz hoch im Kurs, oh ja!

Rote Bete-Carpaccio mit Apfel und frischem Meerrettich (roh-vegan, glutunfrei, sojafrei)

Die Idee dazu schwirrte mir schon lange im Kopf. Überhaupt mag ich es sehr gerne, Gemüse und Obst in Kombination zu bringen. Da gibt es hier schon den Fenchel-Orangen-Salat, den Apfel-Zwiebel-Flammkuchen und vieles mehr. Es ist schön und ich finde das macht eine gute Speise aus, wenn vielerlei Geschmacksrichtungen nacheinander, nicht unbedingt bei jedem Bissen, auf der Zunge angesprochen werden. Wenn es Kontraste gibt, nicht nur im Geschmack, auch in der Konsistenz und manchmal auch in der Temperatur. Aber heute blieb die Küche kalt (weil es jetzt eh jeder denkt: natürlich ohne Wienerwald!…;-), den Witz verstehen wahrscheinlich eh nur wir „älteren“ ;-)).

Rote Bete-Carpaccio mit Apfel und frischem Meerrettich (roh-vegan, glutunfrei, sojafrei)

So, folgende Zutaten werden benötigt, hier für 2 Personen:

  • 1 mittelgroße Rote Bete
  • 1 großer Apfel
  • etwas frischen Meerrettich, geraspelt
  • frische Kresse
  • Saft einer halben Zitrone
  • etwas Olivenöl
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Den Apfel waschen und die Rote Bete schälen bzw. gut abbürsten. Beide dann, und auch genau in dieser Reihenfolge (sonst ist der Apfel gleich rot) und wenn ein Gemüsehobel zur Hand ist, fein hobeln. Ich habe für die Äpfel eine Stufe gröber gewählt als für die Rote Bete (Stufe 3 bzw. 2, 1 ist ganz fein). Auf den Tellern schön anrichten, mit dem Zitronensaft und dem Olivenöl sanft beträufeln. Den frischen Meerrettich grob darüber reiben, die Kresse ebenfalls darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer nach Belieben noch abschmecken.

Der Tisch ist gedeckt! Ich wünsche einen guten Appetit!

Rote Bete-Carpaccio mit Apfel und frischem Meerrettich (roh-vegan, glutunfrei, sojafrei)

Wer aber trotzdem noch gerne einen kleinen süßen Nachtisch möchte, den Verweise ich gerne noch einmal auf die Verlosung der „Have a Try“-Blogschokolade. Im Kommentarteil (dort!) eine Nachricht hinterlassen, und schon wird sie vielleicht bald zu euch nach Hause kommen. Teilnahmeende ist am 24.01.2015. Ich drück euch die Daumen, noch stehen die Chancen gut ;-)

Seid herzlich gegrüßt, eure Franziska

Links zu:

Let´s chocri again: Die „have a try- try it vegan“- Schokolade!

Hallo ihr Lieben!

Mit einem süßen, schokoladigen Feuerwerk starten wir ins neue Jahr! Und ein paar Schoko-Funken sollen davon auch extra für euch sein…

Ich wünsche Euch allen jedoch zunächst von ganzem Herzen an dieser Stelle ein wundervolles, erfolgreiches, ereignisreiches und gesundes neues Jahr mit vielen schönen Überraschungen und Herausforderungen. Das Leben soll bunt und aufregend sein – und bleiben!

Wie es dazu kommt, dass ich erneut unter die Schokoladen-Kreateure gegangen bin, werdet ihr im Folgenden lesen:

"have a try - try a chocri"

Wer mich kennt und häufiger hier liest weiß, dass ich schon öfters einmal leckere Schokolade selbst gemacht habe, wie z.B. meine feinen Schokoladentafeln mit getrockneten Erdbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeersalz, Rosmarin u.v.m. (hier nachzulesen). Zwei Monate ist es nun aber erst her, als wir Finalisten zum großen Food-Blog-Award Finale 2014 nach Berlin eingeladen wurden. Was wir dort alles erlebt haben, davon habe ich hier schon für euch berichtet. Dass wir auch bei Chocri waren, um dort selbst Schokolade zu kreieren und die Produktionsstätten kennenzulernen, davon habe ich ebenfalls erzählt. Nun ist heute ein ganz besonderer Tag, denn ich wurde von Chocri eingeladen, ganz offiziell eine vegane „have a try- try it vegan“ Schokolade für alle Naschkatzen, ob vegan oder nicht, zusammenzustellen! *

"have a try- try a chocri"

Eine, die es ab sofort dort auch zu kaufen gibt, also so richtig im Sortiment, als sogenannte „Blog-Schokolade“. Dabei durfte ich nicht nur die Schokolade an sich kreieren, sondern auch das Verpackungsdesign selbst gestalten. Dass ich mich darüber sehr gefreut habe, könnt ihr euch sicherlich vorstellen! Großen Spaß hat es zudem gemacht!

Das besondere bei Chocri ist ja, dass dort jeder seine Schokolade selbst nach seinem Geschmack, Lust und Laune zusammenstellen kann und ebenso, wenn er möchte, auf die Verpackung Einfluß nehmen kann (z.B. als Geschenkidee zu einem besonderen Anlass etc.). Es gibt aber auch ein großes Sortiment an bereits zusammengestellten Kreationen, sozusagen „Individuell mit Hilfe.. ;-)“.

Also habe ich wieder meinen Gaumen und meine Geschmacksknospen gefragt, auf welche Zutaten und Geschmacksrichtungen sie Lust haben: Dabei steht meist von vornherein fest, dass sie, und ich, es lieber etwas herber, säuerlicher mögen als so sehr süß.

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Um sie „vegan“ zu machen, konnte ich mich natürlich nicht am gesamten, unglaublich großen Zutatensortiment bedienen, aber da es ebenfalls reichlich „vegane“ Leckereien, Toppings, Gewürze, Früchte, Nüsse, Crunch gibt, hat es großen Spaß gemacht in eine eigene, zunächst fiktive Schokoladenkreation zu gehen. Die Grundtafel gibt es in dreierlei Geschmacks-und Zutatenvariation: helle Milchschokolade, dunkle Zartbitterschokolade und weiße Schokolade. Die dunkle Zartbitterschokolade ist dabei UTZ (vegan)-Zertifiziert. Jede Tafel wird dort von Hand gegossen und von Hand mit viel Liebe und den Wunschzutaten belegt.

"have a try - try a chocri"

Wie sie tatsächlich schmeckt, konnte ich natürlich erst sehen als ich sie dann tatsächlich in den Händen hielt. Wie habe ich mich gefreut als sie kam! Ich finde sie großartig lecker, ganz genauso wie ich sie mir, bzw. meine „Geschmacksknospen“ (und die heißen wirklich so ;-)) sie sich vorgestellt haben: zart bittere Schokolade, etwas Süße, große Macadamianüsse mit Orangen-Crisp, echter Bourbon-Vanille und leichtem Orangenpfeffer…

"have a try - try a chocri"

"have a try - try a chocri"

"have a try - try a chocri"

Gerne möchte ich euch auch davon probieren lassen! Und bevor ich und alle anderen Schleckermäuler um mich herum sie vernascht haben, sichere ich euch noch 2 Tafeln, die ich gerne an euch verschenken möchte! Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag oder kommentiert auf Facebook unter dem Artikel bis zum 24.01.2015. Zum Beispiel würde mich interessieren was eure „Lieblingsgeschmäcker“ wie wir hier sagen sind. Was würdet ihr euch für eine Schokotafel zusammenstellen, oder habt ihr vielleicht schon ganz besondere Variationen probiert? Lasst es mich wissen, ich bin mal wieder sehr gespannt! Aus allen Kommentaren werden am 25.01.2015 zwei Gewinner gezogen, die dann von mir benachrichtigt werden (e-Mail-Adresse nicht vergessen sofern sie nicht verlinkt ist). Im anderen Fall werde ich die Gewinner hier bekanntgeben.

Wer sich gerne schneller und sicherer die „have a try – try it vegan“- Schokolade sichern möchte, kann das hier über den Onlineshop von Chocri, wo es sie käuflich zu erwerben gibt. Hier findet ihr auch ein lustiges Interview zwischen Chocri und mir über eine „Schokolade ohne Risiken und Nebenwirkungen“ ;-).

In diesem Sinne, bleibt süß, knusprig und nicht zu herb ;-) !

Eure Franziska

* dies ist eine von den Zutaten her gesehene rein vegane Schokolade, wobei aus produktionstechnischen Gründen sicherlich der Zusatz „kann Spuren von…“ gelten sollte.

"have a try - try a chocri"

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

Heute wurde wieder gekocht, denn letztes Wochenende, als ich meine Schwester besucht und mit ihr Brot gebacken habe (siehe hier), hatte ich außer der Brote noch weitere Köstlichkeiten im Gepäck und zwar mehrere Hände voll Topinambur-Knollen. Dazu sei gesagt, und darum beneide ich meine Schwester wirklich sehr, sie hat einfach „mir-nichts dir-nichts“ vor einigen Jahren einen kleinen Acker gepachtet und seitdem wachsen dort unglaublich viele, gesunde, unbehandelte und mit Liebe gehegte und gepflegte Gemüse- und Obstsorten. Eine unglaubliche Vielfalt, zu Ernten über das gesamte Jahr. So kommen wir immer wieder in den Genuss, aber eben leider nur wenn wir uns sehen. Denn einfach zum hinfahren und „heimlich stibitzen“, dazu ist der Weg viel zu weit. Bei diesen Zeilen sehe ich mich gerade in der Juni-Sonne zwischen den Erdbeer-Pflanzen liegen und immer wieder rechts und links zu naschen… ein Traum…           Aber ganz ehrlich, mit viel Arbeit ist das Projekt Acker auch verbunden, so einfach nebenher…

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

Mit dem Topinambur handelt es sich aber um ein klassisches Herbst-/ Wintergemüse. Die Erntezeit liegt zwischen Oktober bis Mai. Wenn man über ihn liest, findet man, dass er oft auch als Erdartischocke oder Erdbirne bezeichnet wird. Ursprünglich ist der Topinambur in Nordamerika beheimatet. Die Knolle erinnert an eine Kartoffel, im Gegensatz zu ihr hat er aber den besonderen Vorteil, dass er den leicht verträgliche Ballaststoff Inulin anstelle von Stärke enthält und daher zum idealen Kartoffelersatz für Diabetiker wird. Zusätzlich sind eine Vielzahl an Vitalstoffen in dieser Gemüsesorte enthalten. Geschmacklich bringt er eine süße, nussige Note mit. Die Topinamburknolle kann roh im Salat, gekocht wie zum Beispiel hier in einer Suppe, oder zu Gemüsechips verarbeitet werden.

Ich habe mich heute für eine einfache Zubereitung einer Topinambur-Suppe entschieden, die ich nun vorstellen werde:

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)Zutaten für 2 Personen:

  • 350g Topinambur (geschält ca. 300g)
  • 1/2 Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 knapper TL Curry-Madras
  • 1 TL Zitronensaft

Für die Dekoration:

  • 2 TL Mandelmus
  • geröstete Pinienkerne
  • etwas geraspelte Rote Bete (kann auch durch Karotte o.ä. ersetzt werden)

Die Zubereitung ist simpel: Die Knollen werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Die Zwiebel grob gehackt und in etwas Olivenöl angedünstet. Dann das Curry-Pulver und den gehackten Topinambur dazugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Für ca. 20-25 min. gar köcheln lassen. Zum Schluß noch etwas Zitronensaft dazu geben, dann in einem Mixer zu einer feinen Suppe pürieren. Ggf. noch etwas mit Salz und Pfeffer abschmecken sollte es nicht ausreichend Würze haben.

Nach dem Befüllen der Suppenschälchen noch mit je einem TL Mandelmus dekorieren und die gerösteten Pinienkerne sowie die geraspelte Rote Bete darüber verteilen.

Ich wünsche mit diesem Rezept einen guten Appetit!

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

 Was es jahreszeitlich passend gerade noch hier gibt:

Lockeres, malziges Fünfkornflockenbrot

Oh ja, Brot backen zu können wie der Bäcker, das war für mich schon immer eine kleine Herausforderung. In vielen Variationen habe ich es versucht, mit diversen unterschiedlichen Zutaten und Mehlen, habe einen Roggensauerteig selbst angesetzt, dann es wieder eher mit Hefe versucht, habe an den Mahlgraden der Mehle und der Back-Temperatur gedreht. Habe den Brotbackautomaten genauso wie den Ofen benutzt, sogar auf dem Gasgrill habe ich Brot gebacken und nun ist noch eine neue Variante dazu gekommen: Nämlich im Dampfgarer. Das mag sich nun für den einen oder anderen „feucht“ anhören, aber das Resultat seht ihr ja!

Malziges Fünfkornbrot

Und ich muss sagen, es ist toll geworden! Am vergangenen Wochenende habe ich also spontan mit meiner Schwester zusammen dieses Brot gebacken. Für sie ist das nichts besonderes mehr, das läuft dort wie in einer Bäckerei – und auch sie ist „nur“ Hobbybäckerin – mit dem Vorteil in ihrer Küche einen integrierten Dampfgar-Ofen (Heißluftfunktion und Dampffunktion) zu besitzen. An dieser Stelle möchte ich trotzdem gleich vorwegschicken, dass das Original-Rezept * mit einem herkömmlichen Ofen gemacht wird. Dies sei nun an diejenigen gerichtet, die nun hungrig auf Brot, mit der Motivation es nachzubacken, gleich den Löffel wieder zur Seite legen wollten weil sie denken, das klappt sonst nicht – doch! Also, dranbleiben, Schürze holen, Ärmel hochkrempeln….

Malziges Fünfkornbrot

Zutaten:

  • 330ml Malzbier
  • 200g Fünfkornflockenmischung (Mischung aus Hafer-, Weizen-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken; fertig gemischt im Müsliregal)
  • 20g Hefe (halber Würfel)
  • 300ml Wasser
  • 75g flüssiger Natursauerteig (selbst angesetzt oder im Beutel, kann man kaufen)
  • 250g Weizenmehl (Typ 550)
  • 250g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 15g Salz

Außerdem: 2 Brot-oder Kastenformen (à ca. 25 cm), Mehl zum Arbeiten, ggf. Fett für die Formen, alternativ Papier, 2 EL Fünfkornflocken zum Wälzen

Für 2 Brote (à 600g): 45 Min. Zubereitung, 2 Std. Quellen, 1 Std. Teigruhe, 40 Min. Backen.

Für die Einlage das Malzbier in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Die Flockenmischung damit übergießen und abgedeckt 2 Stunden quellen lassen, bis die Flocken das Malzbier vollständig aufgenommen haben.

Malziges FünfkornbrotFür den Teig die Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmem Wasser auflösen und mit dem Sauerteig mischen. Die Mehlsorten und zum Schluss das Salz hinzufügen und alles gut unter arbeiten. Die gequollenen Flocken zugeben. Den Teig circa 7-10 Minuten in der Küchenmaschine oder von Hand durchkneten.

Den Teig danach auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Zwischendurch ca. zwei bis dreimal rund wirken, damit er eine wollige Struktur bekommt.

(Rundwirken: Den Teig etwas flach drücken und vom Rand zur Mitte falten, etwas drehen und wieder vom Rand zu Mitte falten. Dieses einige Male wiederholen)

Die Backformen fetten, oder mit Papier auslegen. Den gegangenen Teig halbieren und die Teigstücke länglich formen. Mithilfe eines Backpinsels die Teiglinge mit etwas Wasser bestreichen und die Flocken darüber streuen. Den Teig in die Backform geben und erneut abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 220° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert), dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen, die Brote in den heißen Ofen (Mitte) schieben und für ca. 40 Minuten backen.

Wird ein Dampfgarer benutzt, diesen auf 210° aufheizen und für ca. 45 Minuten backen.

Grundrezept: Sauerteigansatz

  • 400 g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 400 ml Wasser

Für 800 g Sauerteigansatz 10 Minuten Zubereitung, 3-5 Tage ruhen

Am ersten Tag 100 g Mehl mit 100 ml lauwarmen Wasser (circa 40°) gut verrühren mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 24 Stunden stehen lassen.
Am zweiten Tag erneut 100 g Mehl mit 100 g lauwarmen Wasser verrühren und zum Ansatz geben. Wieder abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Am dritten Tag restliches Mehl und restliches lauwarmes Wasser mit dem Ansatz verrühren abgedeckt und 24 Stunden erneut bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nun sollte der Teig säuerlich riechen und von Bläschen durchsetzt sein. Er kann jetzt verwendet werden. Entnimmt man größere Mengen, kann der Sauerteigansatz jederzeit wieder durch ein Verhältnis 1:1 (z.B. 100g Mehl und 100 ml Wasser) verlängert werden.

* Das Original-Rezept entstammt aus dem Buch „Brot“ von Bernd Armbrust aus dem GU-Verlag und wurde hier leicht abgewandelt.

Malziges Fünfkornbrot

Habt viel Spaß beim Nachbacken! Ich habe mir nun auch gleich Sauerteigansatz von meiner Schwester mitgenommen, sodass vielleicht bald ein weiteres Brotrezept folgen wird ;-)

Seid herzlich gegrüßt, eure Franziska

Kürbis-Flammkuchen (vegan)

Ihr Lieben,

kennt ihr das, das Verlangen nach Salz auf der Zunge und Herzhaftigkeit am Gaumen? Kennt ihr dieses Gefühl, nach aller Nascherei? – und dabei haben wir heute doch erst den ersten Advent gefeiert und dabei noch kein einziges Adventskalendertürchen geöffnet….

„Natürlich“, werdet ihr nun grummeln, und euch dabei noch die Finger vom Puderzucker der Vanillekipferl ablecken…., ganz genau!

Nun ja, in solchen Fällen, und heute war nun so ein besagter, erinnere ich mich gerne an simple Gerichte. Mein herbstlicher Apfel-Flammkuchen mit roten Zwiebeln ist zum Beispiel ein solches, nur dass ich ihn, den Flammkuchen, heute mit Kürbisspalten und etwas getrocknetem Rosmarin gemacht habe:

Kürbis-Flaumkuchen (vegan)

Folgende Zutaten werden benötigt (ergibt ca. 4-6 Flammkuchen):

Für den Teig:

  • 500g Mehl
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Aprikosenkernöl (alternativ auch z.B. Olivenöl)
  • ca. 350-400ml Wasser

Für die Soya-Schmand-Crème:

  • 1 Pck. Alpro Soya-Cuisine
  • 1-2 Frühlingszwiebeln
  • Schnittlauch
  • Salz, Pfeffer, ggf. getr. Chili

Für den Belag: Kürbis-Flammkuchen (vegan)

  • Kürbisspalten, fein geschnitten
  • rote Zwiebeln fein gehobelt (je nach Größe und gehobelter Stärke unterschiedlich)
  • getrockneter Rosmarin

Für die Zubereitung zunächst den Hefeteig vorbereiten: Alle o.g. Zutaten für den Teig zu einer homogenen Teigmasse kneten. Dies kann man per Hand vermengen und von Hand kneten, oder mittels einer Küchenmaschine mit Knethaken zusammen rühren. Den Teig dann zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 1,5-2 Stunden gehen lassen.

Für die Soya-Schmandcrème die Soya-Cuisine in ein Schälchen geben, die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden, den Schnittlauch fein hacken, alles zusammenrühren und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Wer möchte kann hier durch etwas getrocknete Chili noch etwas Schärfe hinzugeben.

Den Ofen auf 175° C vorheizen. Die fein geschnittenen Kürbisspalten in etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer wenden und auf ein Backblech legen. Diese nun für ca. 8 Minuten vorbacken. In der Zwischenzeit kleine Teiglinge vom großen Teig abtrennen und auf einer bemehlten Oberfläche zu einem runden Boden auswellen/ausziehen. Diesen mit etwas Soya-Schmandcrème bestreichen, dann die roten Zwiebelringe darauf legen, die vorgebackenen Kürbisspalten darauf verteilen und nochmals etwas von der Soya-Schmandcrème darüber geben, mit Rosmarin, Salz und Pfeffer garnieren, und für ca. 10-12 Minuten in den Backofen geben (175°C). Wer einen Pizzastein hat, kann diesen an dieser Stelle hervorragend benutzen, ansonsten nehmen wir das herkömmliche Backblech.

Kürbis-Flammkuchen (vegan)Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken! Nachdem der herbstliche Apfel-Zwiebel-Flammkuchen nicht nur bei mir, sondern auch bei sehr vielen von euch so großen Anklang gefunden hat, trifft dieser ja vielleicht auch euren herzhaften Geschmacksnerv, und wir können ab morgen wieder gemeinsam zum Plätzchenteller greifen….

Ich wünsche euch eine schöne, besinnliche Adventszeit!

Eure Franziska

Adventlicher Gewürzkuchen (vegan)

Ihr Lieben,

ganz egal von wo der Wind weht und wo man durch die Strassen und Gassen schlendert, es werden wahrscheinlich nicht nur mir immer und von überall leckere, vor-weihnachtliche Ofendüfte in die Nase steigen. Die Küche jeder noch so kleinen Wohnung wird zur Bäckerstube, und die leckersten, oft ganz traditionellen Weihnachtsplätzchen, aber auch neue Kreationen entstehen und verleihen eine Heimeligkeit, die sich jeder ersehnt.

Adventlicher Gewürzkuchen (vegan)

Auch hier duftet es nach Lebkuchen, Zimt und Kakao, denn meinen Lieblings-Adventskuchen habe ich heute gebacken, um ihn in die Galerie von Clara´s #ichbacksmir -Lieblingskuchen einzureihen. Ich liebe ihn schon seit Jahren, in meinem uralten, selbstgemachten Kochbuch klebt das Rezept schon bestimmt 15 Jahre, ganz verfleckt und verfettet, aber genau das spricht doch für einen „Lieblings-…“  in diesem Fall …- Kuchen. Da es ihn vorrangig in der Weihnachtszeit gibt, kann ich das Rezept noch nicht auswendig, obwohl es wirklich sehr einfach ist. Aber ich weiß ganz genau wo es im Rezeptbuch klebt;-) Ursprünglich stehen in meinem Rezept „4 Eier“, aber die konnte ich wirklich ohne Geschmacks- oder Konsistenz-Einbußen durch Sojamehl/Wasser ersetzen. (Wer ihn also nicht-vegan nachbacken möchte, der bediene sich an Butter/4 Eier und Milch in den angegebenen Maßen).

Zutaten: Adventlicher Gewürzkuchen (vegan)

  • 150g pflanzliche Margarine (z.B. Alsan Bio)
  • 250g Zucker
  • 4 EL Sojamehl und 8 EL Wasser vermischt
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Lebkuchengewürz (hier: von Lebensbaum, mit u.a. Nelke, Sternanis, Kardamom, Muskatnuss, Orangen- und Zitronenschale, Zimt)
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Kakao
  • 250g Mehl
  • 125g Mondamin
  • 1 Päckchen Backpulver
  • knapp 250ml Pflanzendrink, z.B. Sojamilch

 Zubereitung:

Das Fett schaumig rühren, den Zucker und das Sojamehl/Wassergemisch daruntermischen und dann die Gewürze (Salz, Zimt, Lebkuchengewürz) und den Kakao dazugeben. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Mondamin sieben und zusammen mit der Milch abwechselnd darunterrühren bis ein homogener Teig entsteht. Vorsicht dem der wieder nascht! -sehr gefährlich.

Den Teig in eine gefettete Kuchenform füllen und im vorgeheizten Backofen (Ober-und Unterhitze) bei 175° C für ca. 1 Stunde backen. Alternativ eignet sich der Teig auch wunderbar für Muffins oder Cupcakes, dann die Backzeit auf ca. 20-25 Minuten beschränken, am Besten mit der Stäbchenprobe testen ob sie durch sind.

Adventlicher Gewürzkuchen (vegan)

Laßt den Duft auch in eure Küche einziehen wenn es nicht schon passiert ist! Oder was sind eure gern-gebackenen Advents-und Weihnachtskuchen und -Plätzchen? Wenn ihr Lust habt, könnt ihr mir auch davon berichten, ich bin sehr gespannt!

Hier wird der Kaffee und Kuchentisch nun eingedeckt…

Einen guten Appetit wünsche ich euch, bis bald, eure Franziska

Was gibt es noch passendes zur Jahreszeit?