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Lockeres, malziges Fünfkornflockenbrot

Oh ja, Brot backen zu können wie der Bäcker, das war für mich schon immer eine kleine Herausforderung. In vielen Variationen habe ich es versucht, mit diversen unterschiedlichen Zutaten und Mehlen, habe einen Roggensauerteig selbst angesetzt, dann es wieder eher mit Hefe versucht, habe an den Mahlgraden der Mehle und der Back-Temperatur gedreht. Habe den Brotbackautomaten genauso wie den Ofen benutzt, sogar auf dem Gasgrill habe ich Brot gebacken und nun ist noch eine neue Variante dazu gekommen: Nämlich im Dampfgarer. Das mag sich nun für den einen oder anderen „feucht“ anhören, aber das Resultat seht ihr ja!

Malziges Fünfkornbrot

Und ich muss sagen, es ist toll geworden! Am vergangenen Wochenende habe ich also spontan mit meiner Schwester zusammen dieses Brot gebacken. Für sie ist das nichts besonderes mehr, das läuft dort wie in einer Bäckerei – und auch sie ist „nur“ Hobbybäckerin – mit dem Vorteil in ihrer Küche einen integrierten Dampfgar-Ofen (Heißluftfunktion und Dampffunktion) zu besitzen. An dieser Stelle möchte ich trotzdem gleich vorwegschicken, dass das Original-Rezept * mit einem herkömmlichen Ofen gemacht wird. Dies sei nun an diejenigen gerichtet, die nun hungrig auf Brot, mit der Motivation es nachzubacken, gleich den Löffel wieder zur Seite legen wollten weil sie denken, das klappt sonst nicht – doch! Also, dranbleiben, Schürze holen, Ärmel hochkrempeln….

Malziges Fünfkornbrot

Zutaten:

  • 330ml Malzbier
  • 200g Fünfkornflockenmischung (Mischung aus Hafer-, Weizen-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken; fertig gemischt im Müsliregal)
  • 20g Hefe (halber Würfel)
  • 300ml Wasser
  • 75g flüssiger Natursauerteig (selbst angesetzt oder im Beutel, kann man kaufen)
  • 250g Weizenmehl (Typ 550)
  • 250g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 15g Salz

Außerdem: 2 Brot-oder Kastenformen (à ca. 25 cm), Mehl zum Arbeiten, ggf. Fett für die Formen, alternativ Papier, 2 EL Fünfkornflocken zum Wälzen

Für 2 Brote (à 600g): 45 Min. Zubereitung, 2 Std. Quellen, 1 Std. Teigruhe, 40 Min. Backen.

Für die Einlage das Malzbier in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Die Flockenmischung damit übergießen und abgedeckt 2 Stunden quellen lassen, bis die Flocken das Malzbier vollständig aufgenommen haben.

Malziges FünfkornbrotFür den Teig die Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmem Wasser auflösen und mit dem Sauerteig mischen. Die Mehlsorten und zum Schluss das Salz hinzufügen und alles gut unter arbeiten. Die gequollenen Flocken zugeben. Den Teig circa 7-10 Minuten in der Küchenmaschine oder von Hand durchkneten.

Den Teig danach auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Zwischendurch ca. zwei bis dreimal rund wirken, damit er eine wollige Struktur bekommt.

(Rundwirken: Den Teig etwas flach drücken und vom Rand zur Mitte falten, etwas drehen und wieder vom Rand zu Mitte falten. Dieses einige Male wiederholen)

Die Backformen fetten, oder mit Papier auslegen. Den gegangenen Teig halbieren und die Teigstücke länglich formen. Mithilfe eines Backpinsels die Teiglinge mit etwas Wasser bestreichen und die Flocken darüber streuen. Den Teig in die Backform geben und erneut abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 220° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert), dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen, die Brote in den heißen Ofen (Mitte) schieben und für ca. 40 Minuten backen.

Wird ein Dampfgarer benutzt, diesen auf 210° aufheizen und für ca. 45 Minuten backen.

Grundrezept: Sauerteigansatz

  • 400 g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 400 ml Wasser

Für 800 g Sauerteigansatz 10 Minuten Zubereitung, 3-5 Tage ruhen

Am ersten Tag 100 g Mehl mit 100 ml lauwarmen Wasser (circa 40°) gut verrühren mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 24 Stunden stehen lassen.
Am zweiten Tag erneut 100 g Mehl mit 100 g lauwarmen Wasser verrühren und zum Ansatz geben. Wieder abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Am dritten Tag restliches Mehl und restliches lauwarmes Wasser mit dem Ansatz verrühren abgedeckt und 24 Stunden erneut bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nun sollte der Teig säuerlich riechen und von Bläschen durchsetzt sein. Er kann jetzt verwendet werden. Entnimmt man größere Mengen, kann der Sauerteigansatz jederzeit wieder durch ein Verhältnis 1:1 (z.B. 100g Mehl und 100 ml Wasser) verlängert werden.

* Das Original-Rezept entstammt aus dem Buch „Brot“ von Bernd Armbrust aus dem GU-Verlag und wurde hier leicht abgewandelt.

Malziges Fünfkornbrot

Habt viel Spaß beim Nachbacken! Ich habe mir nun auch gleich Sauerteigansatz von meiner Schwester mitgenommen, sodass vielleicht bald ein weiteres Brotrezept folgen wird ;-)

Seid herzlich gegrüßt, eure Franziska