Keep it „rollin“- green, healthy, Matcha!

Ihr Lieben,

morgen ist es schon so weit, da wird die Life Food Expo in Karlsruhe ihre Tore öffnen für viele tausende hungrige, gesund-verzehrende Schleckermäulchen! Ein Fest wird das werden! Und ich habe euch ja zuletzt erzählt, dass ich an einem der beiden Tage, also morgen auch dort sein werde. Entsprechend sind hier die Vorbereitungen im vollen Gange, das könnt ihr euch sicherlich vorstellen. Es wird auch dort wie an vielen anderen namhaften Events dieser Art viele Firmen und Hersteller geben, die sich und ihre Produkte, insbesondere „Rohköstlich“ und „Vegan“ präsentieren und uns alle daran teilhaben lassen wollen. So bin auch ich gespannt was dort Neues auf mich wartet!

Wer mich sucht, wird mich am Stand von Denn´s Bio finden (Standnummer 51) und am Nachmittag gegen 15:30 Uhr an der kleinen Showküche. Dort werden wir, passend für den Sommer (ja, wo ist er nur geblieben?) erfrischende Weiterlesen

Holunder-Gelée und der betörende Duft weißer Blumen-Wolken

Wer genau dieser Tage den Blick ins Grüne richtet, seien es die Flußauen, große Hecken entlang von Weiden und Feldern, oder auch nur der eigene oder Nachbar´s Garten, der kommt um den Anblick der kleinen, zarten, lieblich duftenden Blumenwölkchen nicht umhin: fünf kleine weiße Kronblättchen, fünf kleinste gelbe Staubblätter und in der Mitte ein zarter Fruchtknoten. Ich spreche von Holunder. Und wer derzeit davon noch ernten möchte, der braucht schon lange Arme um hoch zu greifen, denn sehr viele scheinen ihm verfallen! Ist es doch auch ein Einfaches daraus leckeren Sirup wie im letzten Jahr oder wie heute ein wohlschmeckendes Holunderblütengelée herzustellen.

Holunderblüten-Gelée

Die Zubereitung ist denkbar einfach und möchte ich euch im folgenden Vorstellen:

Holunderblüten-Gelée

Zutaten (ergeben ca. 6-8 Gläser):

  • 20(-30) Holunder-Blütendolden
  • 750 ml Bio-Apfelsaft (klar)
  • 250 ml Wasser
  • 500 g Gelfix Extra 1:2
  • Gläser (groß / klein)

Für die Zubereitung die leicht abgeschüttelten Blütendolden nebeneinander in ein größeres Gefäß/Topf mit dem Kopf nach unten geben, sodass der Stengel nach oben schaut. In diesen Topf nun einen Liter Flüssigkeit (Apfelsaft/Wasser) geben und für ungefähr 24 Stunden zugedeckt zur Seite stellen. Ich habe sowohl kürzere als auch längere Zieh-Zeiten gehabt, es geht immer gut. Nur allzulange sollte man nicht warten sonst werden die Blüten bräunlich. Nachdem dieser Holunderblüten-Apfelsaft nun gezogen hat, werden die Dolden vorsichtig aus dem Topf genommen, vielleicht ein kleines Bisschen ausgedrückt, und der Sud dann noch durch ein feines Nusssiebbeutelchen oder ein Tuch „gesiebt“. So erhalten wir wieder einen absolut klaren Saft. Diesen nun (etwas weniger als der ursprüngliche Liter) mit 500 g Gelfix extra 1:2 aufkochen. Dabei unbedingt die vorgeschriebene Kochzeit beachten! Also 4 Minuten sprudelnd kochen, dann bekommt das Gelée auch die perfekte Konsistenz!

Holunderblüten-Gelée

So, dann heißt es nur noch „rasch ein Brot besorgen“, und schon kann probiert werden. Ich liebe diesen Geschmack: der Duft nach Holunder mit jedem Bissen, die Süße und feine Säure des Apfelsaftes, einfach perfekt! Probiert es aus!

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag, geht hinaus und sammelt Holunder!

Bis bald, herzlichst eure Franziska

„Und was machst du eigentlich so…?“

Ihr Lieben, endlich!

Mit einem grünen Smoothie („what else?“) und einer leckeren Scheibe frischen Brotes mit selbstgemachtem Holunderblütengelée möchte ich es mir nun in der Sonne gemütlich machen und euch ein bisschen aus der letzten Zeit erzählen und von dem, was so hinter den Kulissen alles passiert ist! Ich weiß, dass das viele von euch sehr interessiert, also wird es endlich Zeit dafür ;-)

Denn, die Eine oder der Andere mag sich sicherlich schon gefragt haben warum es hier in letzter Zeit etwas ruhiger war: nichts Schlimmes – nur Schönes und Aufregendes ist passiert! Zum Einen eine große berufliche Veränderung, die gerade in der Anfangszeit viel Zeit und Hingabe in Anspruch nimmt, und zum Anderen das Arbeiten an verschiedenen Projekten, die auch hier, mit mir und „have a try“ zu tun haben. So ist zum Beispiel im Mai eine tolle neue Plattform online gegangen, das „Smartfood1x1“. Hierbei handelt es sich um eine liebevoll und sehr aufwändig gestaltete Website, wo viele „gesunde“ Rezepte seit kurzem zu finden sind, sei es vegetarisch, vegan, roh, glutenfrei, laktosefrei, sojafrei etc. Mit einem hohen Anspruch an Layout, Design, Kreativität und Werthaltigkeit hat man sich dort an die Arbeit gemacht, und es hat sich definitiv gelohnt! Ich habe sozusagen als Co-Autorin mit vielen Rezepten, die ihr dort aber auch hier auf dem Blog findet, mitgewirkt. Zusätzlich zu dieser Plattform gibt es das neue gleichnamige Magazin. Auch hier findet ihr ein wunderschönes Magazin mit vielen neuen Ideen, Rezepten und Informationen Rund um eine gesunde Ernährung und Lebensstil und mit ein bisschen Franziska darin. Eine Kostprobe habe ich euch hier verlinkt.

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Wer diese Zeitschrift mit Adleraugen lesen wird, der wird sehen, dass es auch mich bald zu sehen gibt! Und zwar auf der Life-Food-Expo am 20. Juni 2015 in Karlsruhe. Dort werde ich am Stand von Denn´s Bio vegane, rohköstliche Matchapralinen zubereiten, die ihr dann alle verkosten dürft, und am Nachmittag noch in Form eines kleinen „Show-Cooking“. Da bin ich selbst schon ganz gespannt und freue mich sehr darauf! Also, wenn ihr um den Weg sein solltet und dort vorbeischaut: müsst ihr mich unbedingt ansprechen und ein „Hallo“ dalassen!!! Das würde mich riesig freuen!

Damit ich gleich noch mehr zu Lesen habe, kam gestern noch eine weitere Post nach Hause geflattert, und zwar die neue Ausgabe von „I like Blogs“, und zwar dieses mal in einer reinen Foodblogger-Rezeptausgabe! Da habe ich mich auch gleich wieder entdeckt, in meinem Artikel über Superfoods. Aber den Rest über all die anderen Blogger, ihre Küchen, geheimen Zutaten und Lieblingsrezepte, dem werde ich mich nun widmen… in der Sonne… bei warmen Temperaturen… und vor einem Feiertag. There is nothing better than that – ach so, doch frisches Holunderblütengelée, aber dazu werde ich mich später noch einmal melden!

Bis dahin,

Herzlichst, eure Franziska

* Für diesen geschriebenen Beitrag erfolgte keine Kooperation mit den genannten Unternehmen.

Mohn-„Käsekuchen“ (vegan)

Ihr Lieben,

ein neues Wochenende hält Einzug, dazu herrlicher Sonnenschein – da begibt man sich schon früh in die Küche, um vom späteren Tag viel zu haben!

Das Osterfest rückt auch in großen Schritten näher, eine Zeit in der wieder viele Leckereien auf den Tisch kommen! Ich habe mich heute schon mal, natürlich nur um mich schon einzustimmen und die „Süße-Zeit“ langsam zu beginnen, für eine weitere Variante meines Lieblings-Käsekuchens entschieden. Das Original-Rezept erfreut sich großer Beliebtheit hier auf dem Blog, und die Variante mit verschiedenen Obstsorten oder wie im heutigen Falle mit Mohn habe ich auch schon früher gerne gegessen, also wurde er heute morgen zu früher Stunde genau so in den warmen Ofen geschoben…

Mohn-Käsekuchen (vegan)

Als ich noch halb schlafend, vielleicht hatte ich ja auch davon geträumt, von meinen anstehenden Back-Plänen berichtete, bekam ich von der Seite gleich den ersten schiefen Blick, sofern „schief blicken“ nicht irgendwie zum frühen Morgen dazu gehört: dieser sollte mir sagen „Don´t call it „Käsekuchen““. Ja, so ist das. Gar nicht einfach wenn man im Schwabenländle lebt und alle den Ur-Käsekuchen nur mit „echtem“ Quark und Eiern kennen… und an den auch nichts herankommen lassen! Aber diese vegane Variante ist eben auch sehr lecker, ich weiß eben nur keinen neuen „Käsekuchen-like“-Namen dafür! Habt ihr eine Idee? Wie könnten wir einen veganen Käsekuchen nennen ohne ihn „Käsekuchen“ zu nennen? …oh Man(n), dieser Blick schon wieder….

Also, legen wir los!

Zutaten für den Boden: Mohn-Käsekuchen (vegan)

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 150g Dinkelmehl 630
  • 100g Margarine (z.B. AlsanBio)
  • 1 TL Backpulver
  • 60g Agavendicksaft
  • 2-3 EL Wasser

Zutaten für die Crème-Füllung:

  • 500g Sojajoghurt (natur, gelingt sehr gut mit dem von Alpro)
  • 400g Seidentofu (erhältlich im Biomarkt im Kühlregal, von Demeter)
  • 125g Margarine (z.B. AlsanBio)
  • 80g Mondamin
  • 80g Agavendicksaft
  • 80g Rohrohrzucker
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • abgeriebene Schale einer Zitrone
  • 100g Dampfmohn (gemahlener Blaumohn, z.B. von Davert)

Die “Zutaten für den Boden“ zu einem homogenen Teig verkneten. Wenn der Teig sehr krümelig ist, einfach etwas Wasser hinzugeben. Dann damit den Boden einer normalen Springform und ca. 4 cm des Randes damit auslegen.

Den Ofen nun auf ca. 175 °C Umluft vorheizen.

Für die Füllung alle Zutaten bis auf den Dampfmohn langsam nacheinander in eine Rührschüssel geben und ebenfalls gut zu einer homogenen Crème verrühren. Gut ist es mit dem Zucker und der Margarine anzufangen und wenn diese gut miteinander verrührt sind, die restlichen Zutaten dazuzugeben. Zum Schluß den Zitronenabrieb unterheben und ca. 2/3 bis die Hälfte der Füllung zur Seite stellen. In die restliche Crème nun den Dampfmohn unterrühren. Das gute wenn man diesen Dampfmohn verwendet ist, dass er keine vorherige Verarbeitung, wie z.B. Einweichung etc. benötigt sondern einfach und direkt zu dem Teig/der Crème hinzugegeben werden kann.

In die Kuchenform auf den vorbereiteten Boden nun zuerst die Blaumohn-Crème geben, gleichmäßig verteilen und dann danach langsam (!) und vorsichtig die helle Crème verstreichen damit die Schichtung erhalten bleibt.

Auf der mittleren Schiene den Kuchen nun für ca. 60 Minuten backen. Vor dem Anschneiden und dem Verzehr den Kuchen gut abkühlen lassen. Während des Abkühlvorganges wird er auch immer noch etwas fester werden, deshalb wird er sich dann hervorragend schneiden lassen.

Mohn-Käsekuchen (vegan)

So, wir lassen ihn uns dann bald schmecken! Und ja klar, er wird auch von den schärfsten Kritikern und „Schief-Blickern“ hier gerne gegessen, bis eben auf die Tatsache, dass ich einen neuen „Käsekuchen-like“ Namen erfinden muss!

Habt eine schöne Osterzeit!

Eure Franziska

Hier findet ihr noch weitere sehr leckeren Osterkuchen:

Mohn-Käsekuchen (vegan)

„Cocos-Mango Chiappudding“ (raw-vegan, glutenfree)

Wer sich denkt, ich strotze gerade voller Energie, kann Trampolinspringen, Salto rückwärts schlagen, Einhand-Jonglieren und Gewichtestemmen in Einem, (….. ich will jetzt gar nicht wissen was ihr euch jetzt in euren Köpfen so vorstellt…;-)) der täuscht sich leider gewaltig – denn auch mich hat die Erkältungswelle “ tsunamigleich “ heimgesucht. Ganz plötzlich war sie da. Von der einen auf die anderen Stunde. Mit voller Wucht.

Cocos-Mango Chiapudding (raw-vegan, glutenfree)

Langsam berappele ich mich wieder, die Glieder und Gelenke scheinen sich auch nach meinen Vorgaben wieder bewegen zu wollen, die Ohren wollen wieder hören, der Hals will zwar noch nicht schlucken und die Nase ist zum Glück nie so richtig gelaufen. Jetzt halte ich es einfach nach dem Motto: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen“, wenn´s so einfach wäre.

Wovon ich in dieser Zeit reichlich gegessen habe, weil erstens unkompliziert zubereitet, zweitens gesund und drittens gut zu schlucken (… ja, das kann auch mal in jungen Jahren bei Rachenentzündung und geschwollenen Mandeln von Bedeutung sein ;-)), waren verschiedene Variationen von Chiapuddings mit Früchten. Da habe ich sowohl in der Zusammensetzung der Flüssigkeiten (Cocosdrink, Mandeldrink, Säfte) variiert als auch in den Früchten. Große und kleine Portionen, so wie ich gerade Lust darauf hatte.

Cocos-Mango Chiapudding (raw-vegan, glutenfree)Das gesunde an den Chiasamen ist dass sie viele Spurenelemente, Vitamine und essentielle Fettsäuren (insbesondere Omega-3 und Omega-6) und sowohl lösliche als auch unlösliche Ballaststoffe enthalten. Weiterhin enthalten sie 20 Prozent vollständige Proteine, Mineralstoffe und viele Antioxidantien, die zu einer schnellen Regenerierung beitragen. Das war hier bei mir dringend nötig. Ihr extrem hoher Proteingehalt übersteigt den anderer Samen und Getreidesorten, deshalb werden sie auch als „Superfood“ bezeichnet. Die Chia-Pflanze ist eigentlich eine alte Kulturpflanze und kommt aus den Bergen von Südamerika und Mexiko. Die kleinen Samen sind rund wie Mohn, sie haben eine knusprige Konsistenz und einen mild-nussige Geschmack. Gibt man sie mit Flüssigkeit zusammen, quellen sie auf, wie zu einem Gelée oder einem Pudding.

Mein Rezept für 1 größere oder 2 kleinere Portionen:

  • 50g Chiasamen
  • 150ml Flüssigkeit (hier Cocosnussmilch von EcoMel)
  • ca. 1 EL Kokosblütenzucker, alternativ z.B. Agavendicksaft
  • 1 reife Mango püriert
  • etwas frischen Zitronensaft
  • 1 EL getrocknete Aroniabeeren
  • frische/getrocknete Vanille

Für die Zubereitung die Chiasamen mit der Cocosnussmilch und dem Kokosblütenzucker gut verrühren und für einige Zeit (20-30 Min.) zum Quellen zur Seite stellen. (Tipp: Der Kokosblütenzucker färbt den Pudding etwas bräunlich, gibt aber eine schöne karamellige Note. Wer gerne den Pudding weiß haben möchte, wie meine Variante auf den Bildern, kann z.B. mit dem eher farblosen Agavendicksaft süßen). Dies habe ich auch öfters am Abend vorbereitet und dann im Kühlschrank über Nacht ziehen lassen. Die Mango schälen, vom Kern befreien, einige Fruchtstücke habe ich zur Seite gelegt und den Rest mit etwas Zitrnonensaft püriert. Den Fruchtspiegel vor dem Verzehr auf dem Chiapudding verteilen, und mit ein paar Aroniabeeren garnieren.

Cocos-Mango Chiapudding (raw-vegan, glutenfree)

Ich liebe „Chiappudding“ einfach. Er ist so vielseitig, ob zum Frühstück oder als Desserts oder sogar in kleinen roh-veganen Cupcakes, ob in Smoothies oder im Brot- und Kuchenteig, ich habe ihn schon sehr oft „zum Einsatz“ gebracht.

Gibt es bei euch auch Chiasamen zu Hause? Und was sind eure liebsten Zubereitungen, Rezepte?

Frische Frühlingsblumen und ein paar erste Sonnenstrahlen helfen bestimmt auch wieder gesund zu werden!

Bleibt gesund und gegrüßt!

Eure Franziska

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American Cookies (…what else!), vegan

Juhu! Wenn viele eine Reise tun…

… So ist es uns ergangen. Mit „uns“ meine ich die Gewinner* des Food Blog Awards 2014. Voller Erwartungen und Hochspannung fieberten wir schon die letzten Wochen auf DAS Ereignis: Zusammen nach New York City! Und dann endlich war es soweit. Bei schönstem Sonnenschein flogen wir ein, in den JFK International Airport. Natürlich zog es uns gleich hinaus auf die großen Boulevards, Avenues und den Broadway! Vollbepackt mit Schätzen, wundervollen Eindrücken, vielen Fotos und etwas unterkühlt an den Fingerspitzen kamen wir Abend für Abend nach Hause in unser Hotel. Und wer jetzt denkt, wir hätten nur Klamotten geschoppt, der kennt die Foodblogger nicht ;-) ! Nur Gläser, Formen, Utensilien und ganz viele gesunde (hmmm, auch ungesunde) und leckere Lebensmittel haben in meinen Koffer gefunden. Inspirationen zu neuen Rezepten und Sachen werde ich euch vorstellen, die haben viele hier noch nicht gehört und gelesen….

American Cookies (vegan)

Beginnen möchte ich mit einem alten Klassiker: den American Cookies! Denn als mir beim Einkaufen die „Vegan Carob Chips“ von SunSpire ins Auge stachen, war für mich gleich klar, die müssen mit (wobei sie dort einiges günstiger waren als hier)! Das Rezept ist simple und ich habe gleich dreierlei Varianten davon gemacht:

  1. Klassisch
  2. mit Pecannüssen und Datteln
  3. mit Pecannüssen, Datteln und Carobpulver

American Cookies (vegan)Für das Grundrezept werden folgende Zutaten benötigt (Ergibt ca. 30 Stück):

  • 360g Dinkelmehl 1050
  • 160g Rohrohrzucker
  • 1 TL Natronpulver (Backtriebmittel)
  • 1/2 TL Salz
  • 1 EL Vanilla-Extract (alternativ 1 Vanilleschote)
  • 200g Margarine (z.B. AlsanBio)
  • 100g Vegan Carob Chips, alternativ Zartbittere, vegane Schokolade oder Chocolate-Chips

Für die Varianten:

  • 50g Pecannüsse gehackt
  • 7 Datteln gehackt
  • 1/2-1 EL Carobpulver

Für die Zubereitung habe ich zunächst alle trockenen Zutaten der Grundteigmischung verrührt und die Margarine darunter geknetet. Man kann die Margarine auch vorsichtig schmelzen, dann sollte man nur den Teig nach dem Zusammenrühren kurz erkalten lassen bevor die Carob-Chips dazugegeben werden. Wer auch die Varianten mit Datteln, Pecannüssen und Carobpulver machen möchte, drittelt nun den Grundteig, nimmt ein Drittel für die Klassischen zur Seite, mischt in den Rest die Datteln und Nüsse, und nimmt dann davon nochmals die Hälfte und mischt hier das Carobpulver unter. Nun die Cookies einfach formen: Entweder eine große Rolle machen, davon ca. 1 cm dicke Scheiben abschneiden, oder Kugeln formen und diese auf dem Blech etwas platt drücken. Beides geht sehr gut.

American Cookies (vegan)

Die Cookies nun noch in den vorgeheizten Backofen geben, ca. 175- 180° Celsius (Ober und Unterhitze bei einem Blech). Für ca. 10 Minuten, je nach Größe und Dicke. Aufpassen, dass die Schokolade nicht verbrennt! Sie schmecken auch besser wenn sie eher „kurz“ gebacken sind und damit nicht ausgetrocknet zerkrümeln.

American Cookies (vegan)

Dazu habe ich mir zu Trinken eine Mandelmilch selbstgemacht, wie ihr hier nachlesen und gleich nachmachen könnt. In diesem Beitrag erkläre ich auch das Herstellen von Hafermilch, Cashewmilch etc. Alles sehr schmackhafte Alternativen. Für die Kakao-bzw. Carob-Cookies habe ich mir eine Carob-Mandelmilch gemacht: Zu der Mandelmilch noch ca. 1 EL Carob-Pulver hinzugeben und gut verrühren oder verquirlen.

American Cookies (vegan)

Wer mich auch auf Facebook verfolgt, hat in den letzten Tagen dort schon viele tolle Bilder zu New York gesehen. Alle die, die gerne noch sehen möchten was wir alles erlebt haben inkl. kleinen Reiseberichten, den schlage ich vor, dort einfach mal hier vorbeizuschauen!

Mit schokoladeverschmierten Fingern verspreche ich euch: Mein nächstes Rezept wird wieder gesünder, definitiv, hüstel ;-)

So long, stay healthy!

Eure Franziska

American Cookies (vegan)

*

Die Edelstahlstrohhalme sowie die schönen Gläser habe ich ebenfalls aus New York mitgebracht, sie sind aber auch hier über das Internet erhältlich. Zum Beispiel hier:

Die Aufnahmen erfolgten mit der „Gewinner-Kamera“ des Food Blog Awards, der Panasonic Lumix GX7

Buchweizen-Brötli aus Roggen-Sauerteig (vegan)

Ihr Lieben!

Es ist Wochenende! Und in den letzten Wochen heißt das hier immer „Brot-Backtag“! Obwohl es mir leider an einem schönen, alten, dörflichen Brotbackhaus hier mangelt, heißt das nicht, dass es nicht auch im heimischen Backofen hervorragend klappen kann. (Über Tipps zu Brotbackhäusern und Backtagen hier in der Gegend bin ich übrigens sehr dankbar!). Ich bin ja der Meinung, dass mit der Zeit, also in naher Zukunft, genau diese urigen Dorf-Öfen wieder eingeheizt werden (oder neue entstehen!), denn der Trend geht wie bei so vielem nun eben auch beim Brotbacken zum DIY, das heißt „Do it Yourself“!

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Die Kunst des Brotbackens haben wir Deutschen ja sowieso in der Hand, und wenn man das Ergebnis mit frischer Butter und selbstgemachter Marmelade in der Hand hält, den ersten Bissen nimmt, weiß man auch warum: Es ist einfach eines unserer köstlichsten Lebensmittel auf die ich nie verzichten möchte! Eine unglaubliche Vielfalt in Zusammensetzung, Form und Farbe ist möglich. So sind in meine heutige Kreation ganze Buchweizenkörner gewandert, die in kleinen alten Konservendosen zu netten kleinen Buchweizenbrötli geworden sind. Ein Dosen-„Upcycling“, einfacher geht es nicht. Die kleinen runden Schnittchen eignen sich zum Beispiel hervorragend um als kleine Häppchen zu belegen:

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Meinen Natur-Sauerteig halte ich nun schon seit Wochen, und gerade weil nun eben jedes Wochenende gebacken wird, wird er jedesmal zu gleichen Teilen mit Roggenmehl und Wasser vermehrt, und ein guter Teil davon wieder bis zur nächsten Woche zur Seite gestellt. So wird er von Woche zu Woche besser und der Sauerteig-Geschmack im Brot kommt immer mehr durch.

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Diese Woche habe ich insbesondere Buchweizen verwendet. Buchweizen zählt zu den Pseudogetreidearten, wie z.B. auch Amaranth und Quinoa. Pseudogetreide sind Körnerfrüchte von Pflanzenarten, die nicht zur Familie der Süßgräser (alle echten Getreidearten) gehören. Die Früchte sind sehr reich an Stärke, Eiweiß, Mineralstoffen und Fett. Sie besitzen zwar keine „Eigenbackfähigkeit“ wie z.B. Weizen, Dinkel und Roggen, werden aber ansonsten ähnlich wie o.g. Getreidearten verwendet; hier spielt dann die „Teigführung“, also die Entwicklung des Teiges über die Ruhe-Temperatur und die Ruhe-Zeit eine wichtige Rolle.  Ein weiteres besonderes Merkmal ist auch dass das Pseudogetreide glutenfrei ist.

Also, genug einer kleinen Einführung zu dieser Besonderen Frucht, nun legen wir los, wiegen ab und kneten kräftig……

Zutaten: Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

  • 100g Buchweizen
  • 300ml lauwarmes Wasser
  • 250g Roggenmehl 1150
  • 150g Weizenmehl 550
  • 15g Salz
  • 1 TL Brotgewürz grob gemahlen
  • 1 TL Rohrohrzucker
  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 200ml lauwarmes Wasser
  • 125g Sauerteig (zum Sauerteig-Ansatz hier), man kann ihn auch schon fertig kaufen
  • ggf. etwas zusätzliches Mehl zum Kneten und Formen

Zunächst für einige Stunden den Buchweizen in 300ml lauwarmem Wasser quellen lassen. Später dieses Wasser abseihen und nicht für das Brot verwenden. Ich mache den Quellvorgang immer über Nacht, parallel dazu füttere ich meinen Sauerteig-Ansatz, lasse beides zugedeckt bei Raumtemperatur stehen. Später dann in einer Rührschüssel das Roggen- und Weizenmehl mit dem Salz, dem Brotgewürz und dem Sauerteig-Ansatz verrühren, dazu dann die in ca. 200ml Wasser aufgelöste Hefe mit dem Zucker geben und unter weiterem Rühren den gequollenen Buchweizen (ohne das Wasser!) einrühren und einkneten.

Alles zusammen mehrere Minuten von Hand oder in der Rührmaschine kneten bis ein homogener Teig entstanden ist. Auf einer bemehlten Unterlage den Teig „längere“ Zeit zugedeckt mit einem Tuch ruhen lassen. Den Begriff „längere Zeit“ lege ich mir immer selbst aus, so wie es am besten in den Tagesablauf passt! 1 1/2 – 2 Stunden sind mein Minimum, aber ich lasse ihn durchaus auch länger ruhen, allerdings wirke ich den Teig dann immer wieder dazwischen „rund“: Rundwirken: Den Teig etwas flach drücken und vom Rand zur Mitte falten, etwas drehen und wieder vom Rand zu Mitte falten. Dieses einige Male wiederholen. Dann bekommt er wenn man ihn dann wieder zum Ruhen umdreht eine schöne Oberflächenspannung.

Soll es an´s Backen gehen, den Teig für die „Brötle“ vierteln, die (ausgewaschenen) Dosen mit Backpapierstreifen auslegen und die Teigröllchen hineinfüllen. Laßt ihnen aber noch etwas Luft zum Ausdehnen. Alternativ kann man natürlich jede andere Brotform ebenfalls wählen. Zum Beispiel eine Kastenform. Mithilfe eines Backpinsels die Teiglinge mit etwas Wasser bestreichen und erneut abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 220° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert), dabei ein mit Wasser benetztes Blech (1-2 cm) auf dem Ofenboden mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen (wobei ich es immer darin lasse und die Brotkrume spitze finde die dabei entsteht) und die Brote in den heißen Ofen (Mitte) schieben und für ca. 35-40 Minuten backen.

Nach dem Backen die Brote immer aus der Form nehmen damit sie nicht „nachschwitzen“. Sollten sie noch feucht sein, einfach nochmal für ein paar Minuten ohne Form in den Ofen geben. Abkühlen lassen und einfach genießen!

Roggen-Buchweizen-Brötli (vegan)

Mein lockeres, malziges Fünfkornflockenbrot (weiteres Brotrezept) findet ihr hier.

Und ganz zum Schluß gilt es ja nun noch die Gewinner meiner veganen „Have a Try“-Blog-Schokolade zu verkünden! Tadaa, offiziell „notariell beglaubigt“ durch die Familie ;-) darf ich verkünden:

Jeweils eine Schokolade haben gewonnen:

  • Britta Staerker
  • Steffi

Ihr dürft euch in den nächsten Tagen über Post freuen :-) Vielen Dank dass ihr mitgemacht habt, ihr hattet ALLE (!) tolle Ideen!

Habt ein tolles Wochenende und heizt die Öfen ein!

Herzliche Grüße, eure Franziska

* Frühstücksaktion bei tastesheriff – ich backs mir-