Archiv der Kategorie: Ausprobiert

Holunder-Gelée und der betörende Duft weißer Blumen-Wolken

Wer genau dieser Tage den Blick ins Grüne richtet, seien es die Flußauen, große Hecken entlang von Weiden und Feldern, oder auch nur der eigene oder Nachbar´s Garten, der kommt um den Anblick der kleinen, zarten, lieblich duftenden Blumenwölkchen nicht umhin: fünf kleine weiße Kronblättchen, fünf kleinste gelbe Staubblätter und in der Mitte ein zarter Fruchtknoten. Ich spreche von Holunder. Und wer derzeit davon noch ernten möchte, der braucht schon lange Arme um hoch zu greifen, denn sehr viele scheinen ihm verfallen! Ist es doch auch ein Einfaches daraus leckeren Sirup wie im letzten Jahr oder wie heute ein wohlschmeckendes Holunderblütengelée herzustellen.

Holunderblüten-Gelée

Die Zubereitung ist denkbar einfach und möchte ich euch im folgenden Vorstellen:

Holunderblüten-Gelée

Zutaten (ergeben ca. 6-8 Gläser):

  • 20(-30) Holunder-Blütendolden
  • 750 ml Bio-Apfelsaft (klar)
  • 250 ml Wasser
  • 500 g Gelfix Extra 1:2
  • Gläser (groß / klein)

Für die Zubereitung die leicht abgeschüttelten Blütendolden nebeneinander in ein größeres Gefäß/Topf mit dem Kopf nach unten geben, sodass der Stengel nach oben schaut. In diesen Topf nun einen Liter Flüssigkeit (Apfelsaft/Wasser) geben und für ungefähr 24 Stunden zugedeckt zur Seite stellen. Ich habe sowohl kürzere als auch längere Zieh-Zeiten gehabt, es geht immer gut. Nur allzulange sollte man nicht warten sonst werden die Blüten bräunlich. Nachdem dieser Holunderblüten-Apfelsaft nun gezogen hat, werden die Dolden vorsichtig aus dem Topf genommen, vielleicht ein kleines Bisschen ausgedrückt, und der Sud dann noch durch ein feines Nusssiebbeutelchen oder ein Tuch „gesiebt“. So erhalten wir wieder einen absolut klaren Saft. Diesen nun (etwas weniger als der ursprüngliche Liter) mit 500 g Gelfix extra 1:2 aufkochen. Dabei unbedingt die vorgeschriebene Kochzeit beachten! Also 4 Minuten sprudelnd kochen, dann bekommt das Gelée auch die perfekte Konsistenz!

Holunderblüten-Gelée

So, dann heißt es nur noch „rasch ein Brot besorgen“, und schon kann probiert werden. Ich liebe diesen Geschmack: der Duft nach Holunder mit jedem Bissen, die Süße und feine Säure des Apfelsaftes, einfach perfekt! Probiert es aus!

Ich wünsche euch einen schönen Feiertag, geht hinaus und sammelt Holunder!

Bis bald, herzlichst eure Franziska

Let´s chocri again: Die „have a try- try it vegan“- Schokolade!

Hallo ihr Lieben!

Mit einem süßen, schokoladigen Feuerwerk starten wir ins neue Jahr! Und ein paar Schoko-Funken sollen davon auch extra für euch sein…

Ich wünsche Euch allen jedoch zunächst von ganzem Herzen an dieser Stelle ein wundervolles, erfolgreiches, ereignisreiches und gesundes neues Jahr mit vielen schönen Überraschungen und Herausforderungen. Das Leben soll bunt und aufregend sein – und bleiben!

Wie es dazu kommt, dass ich erneut unter die Schokoladen-Kreateure gegangen bin, werdet ihr im Folgenden lesen:

"have a try - try a chocri"

Wer mich kennt und häufiger hier liest weiß, dass ich schon öfters einmal leckere Schokolade selbst gemacht habe, wie z.B. meine feinen Schokoladentafeln mit getrockneten Erdbeeren, Heidelbeeren, Johannisbeersalz, Rosmarin u.v.m. (hier nachzulesen). Zwei Monate ist es nun aber erst her, als wir Finalisten zum großen Food-Blog-Award Finale 2014 nach Berlin eingeladen wurden. Was wir dort alles erlebt haben, davon habe ich hier schon für euch berichtet. Dass wir auch bei Chocri waren, um dort selbst Schokolade zu kreieren und die Produktionsstätten kennenzulernen, davon habe ich ebenfalls erzählt. Nun ist heute ein ganz besonderer Tag, denn ich wurde von Chocri eingeladen, ganz offiziell eine vegane „have a try- try it vegan“ Schokolade für alle Naschkatzen, ob vegan oder nicht, zusammenzustellen! *

"have a try- try a chocri"

Eine, die es ab sofort dort auch zu kaufen gibt, also so richtig im Sortiment, als sogenannte „Blog-Schokolade“. Dabei durfte ich nicht nur die Schokolade an sich kreieren, sondern auch das Verpackungsdesign selbst gestalten. Dass ich mich darüber sehr gefreut habe, könnt ihr euch sicherlich vorstellen! Großen Spaß hat es zudem gemacht!

Das besondere bei Chocri ist ja, dass dort jeder seine Schokolade selbst nach seinem Geschmack, Lust und Laune zusammenstellen kann und ebenso, wenn er möchte, auf die Verpackung Einfluß nehmen kann (z.B. als Geschenkidee zu einem besonderen Anlass etc.). Es gibt aber auch ein großes Sortiment an bereits zusammengestellten Kreationen, sozusagen „Individuell mit Hilfe.. ;-)“.

Also habe ich wieder meinen Gaumen und meine Geschmacksknospen gefragt, auf welche Zutaten und Geschmacksrichtungen sie Lust haben: Dabei steht meist von vornherein fest, dass sie, und ich, es lieber etwas herber, säuerlicher mögen als so sehr süß.

"have a try - try a chocri""have a try - try a chocri"

Um sie „vegan“ zu machen, konnte ich mich natürlich nicht am gesamten, unglaublich großen Zutatensortiment bedienen, aber da es ebenfalls reichlich „vegane“ Leckereien, Toppings, Gewürze, Früchte, Nüsse, Crunch gibt, hat es großen Spaß gemacht in eine eigene, zunächst fiktive Schokoladenkreation zu gehen. Die Grundtafel gibt es in dreierlei Geschmacks-und Zutatenvariation: helle Milchschokolade, dunkle Zartbitterschokolade und weiße Schokolade. Die dunkle Zartbitterschokolade ist dabei UTZ (vegan)-Zertifiziert. Jede Tafel wird dort von Hand gegossen und von Hand mit viel Liebe und den Wunschzutaten belegt.

"have a try - try a chocri"

Wie sie tatsächlich schmeckt, konnte ich natürlich erst sehen als ich sie dann tatsächlich in den Händen hielt. Wie habe ich mich gefreut als sie kam! Ich finde sie großartig lecker, ganz genauso wie ich sie mir, bzw. meine „Geschmacksknospen“ (und die heißen wirklich so ;-)) sie sich vorgestellt haben: zart bittere Schokolade, etwas Süße, große Macadamianüsse mit Orangen-Crisp, echter Bourbon-Vanille und leichtem Orangenpfeffer…

"have a try - try a chocri"

"have a try - try a chocri"

"have a try - try a chocri"

Gerne möchte ich euch auch davon probieren lassen! Und bevor ich und alle anderen Schleckermäuler um mich herum sie vernascht haben, sichere ich euch noch 2 Tafeln, die ich gerne an euch verschenken möchte! Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen wollt, hinterlasst mir einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag oder kommentiert auf Facebook unter dem Artikel bis zum 24.01.2015. Zum Beispiel würde mich interessieren was eure „Lieblingsgeschmäcker“ wie wir hier sagen sind. Was würdet ihr euch für eine Schokotafel zusammenstellen, oder habt ihr vielleicht schon ganz besondere Variationen probiert? Lasst es mich wissen, ich bin mal wieder sehr gespannt! Aus allen Kommentaren werden am 25.01.2015 zwei Gewinner gezogen, die dann von mir benachrichtigt werden (e-Mail-Adresse nicht vergessen sofern sie nicht verlinkt ist). Im anderen Fall werde ich die Gewinner hier bekanntgeben.

Wer sich gerne schneller und sicherer die „have a try – try it vegan“- Schokolade sichern möchte, kann das hier über den Onlineshop von Chocri, wo es sie käuflich zu erwerben gibt. Hier findet ihr auch ein lustiges Interview zwischen Chocri und mir über eine „Schokolade ohne Risiken und Nebenwirkungen“ ;-).

In diesem Sinne, bleibt süß, knusprig und nicht zu herb ;-) !

Eure Franziska

* dies ist eine von den Zutaten her gesehene rein vegane Schokolade, wobei aus produktionstechnischen Gründen sicherlich der Zusatz „kann Spuren von…“ gelten sollte.

"have a try - try a chocri"

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

Heute wurde wieder gekocht, denn letztes Wochenende, als ich meine Schwester besucht und mit ihr Brot gebacken habe (siehe hier), hatte ich außer der Brote noch weitere Köstlichkeiten im Gepäck und zwar mehrere Hände voll Topinambur-Knollen. Dazu sei gesagt, und darum beneide ich meine Schwester wirklich sehr, sie hat einfach „mir-nichts dir-nichts“ vor einigen Jahren einen kleinen Acker gepachtet und seitdem wachsen dort unglaublich viele, gesunde, unbehandelte und mit Liebe gehegte und gepflegte Gemüse- und Obstsorten. Eine unglaubliche Vielfalt, zu Ernten über das gesamte Jahr. So kommen wir immer wieder in den Genuss, aber eben leider nur wenn wir uns sehen. Denn einfach zum hinfahren und „heimlich stibitzen“, dazu ist der Weg viel zu weit. Bei diesen Zeilen sehe ich mich gerade in der Juni-Sonne zwischen den Erdbeer-Pflanzen liegen und immer wieder rechts und links zu naschen… ein Traum…           Aber ganz ehrlich, mit viel Arbeit ist das Projekt Acker auch verbunden, so einfach nebenher…

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

Mit dem Topinambur handelt es sich aber um ein klassisches Herbst-/ Wintergemüse. Die Erntezeit liegt zwischen Oktober bis Mai. Wenn man über ihn liest, findet man, dass er oft auch als Erdartischocke oder Erdbirne bezeichnet wird. Ursprünglich ist der Topinambur in Nordamerika beheimatet. Die Knolle erinnert an eine Kartoffel, im Gegensatz zu ihr hat er aber den besonderen Vorteil, dass er den leicht verträgliche Ballaststoff Inulin anstelle von Stärke enthält und daher zum idealen Kartoffelersatz für Diabetiker wird. Zusätzlich sind eine Vielzahl an Vitalstoffen in dieser Gemüsesorte enthalten. Geschmacklich bringt er eine süße, nussige Note mit. Die Topinamburknolle kann roh im Salat, gekocht wie zum Beispiel hier in einer Suppe, oder zu Gemüsechips verarbeitet werden.

Ich habe mich heute für eine einfache Zubereitung einer Topinambur-Suppe entschieden, die ich nun vorstellen werde:

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)Zutaten für 2 Personen:

  • 350g Topinambur (geschält ca. 300g)
  • 1/2 Zwiebel
  • etwas Olivenöl
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 1 knapper TL Curry-Madras
  • 1 TL Zitronensaft

Für die Dekoration:

  • 2 TL Mandelmus
  • geröstete Pinienkerne
  • etwas geraspelte Rote Bete (kann auch durch Karotte o.ä. ersetzt werden)

Die Zubereitung ist simpel: Die Knollen werden geschält und in kleine Stücke geschnitten. Die Zwiebel grob gehackt und in etwas Olivenöl angedünstet. Dann das Curry-Pulver und den gehackten Topinambur dazugeben und mit der Gemüsebrühe ablöschen. Für ca. 20-25 min. gar köcheln lassen. Zum Schluß noch etwas Zitronensaft dazu geben, dann in einem Mixer zu einer feinen Suppe pürieren. Ggf. noch etwas mit Salz und Pfeffer abschmecken sollte es nicht ausreichend Würze haben.

Nach dem Befüllen der Suppenschälchen noch mit je einem TL Mandelmus dekorieren und die gerösteten Pinienkerne sowie die geraspelte Rote Bete darüber verteilen.

Ich wünsche mit diesem Rezept einen guten Appetit!

Topinambur-Suppe mit Mandelcrème (vegan, glutenfrei, sojafrei)

 Was es jahreszeitlich passend gerade noch hier gibt:

Lockeres, malziges Fünfkornflockenbrot

Oh ja, Brot backen zu können wie der Bäcker, das war für mich schon immer eine kleine Herausforderung. In vielen Variationen habe ich es versucht, mit diversen unterschiedlichen Zutaten und Mehlen, habe einen Roggensauerteig selbst angesetzt, dann es wieder eher mit Hefe versucht, habe an den Mahlgraden der Mehle und der Back-Temperatur gedreht. Habe den Brotbackautomaten genauso wie den Ofen benutzt, sogar auf dem Gasgrill habe ich Brot gebacken und nun ist noch eine neue Variante dazu gekommen: Nämlich im Dampfgarer. Das mag sich nun für den einen oder anderen „feucht“ anhören, aber das Resultat seht ihr ja!

Malziges Fünfkornbrot

Und ich muss sagen, es ist toll geworden! Am vergangenen Wochenende habe ich also spontan mit meiner Schwester zusammen dieses Brot gebacken. Für sie ist das nichts besonderes mehr, das läuft dort wie in einer Bäckerei – und auch sie ist „nur“ Hobbybäckerin – mit dem Vorteil in ihrer Küche einen integrierten Dampfgar-Ofen (Heißluftfunktion und Dampffunktion) zu besitzen. An dieser Stelle möchte ich trotzdem gleich vorwegschicken, dass das Original-Rezept * mit einem herkömmlichen Ofen gemacht wird. Dies sei nun an diejenigen gerichtet, die nun hungrig auf Brot, mit der Motivation es nachzubacken, gleich den Löffel wieder zur Seite legen wollten weil sie denken, das klappt sonst nicht – doch! Also, dranbleiben, Schürze holen, Ärmel hochkrempeln….

Malziges Fünfkornbrot

Zutaten:

  • 330ml Malzbier
  • 200g Fünfkornflockenmischung (Mischung aus Hafer-, Weizen-, Dinkel-, Gersten- und Roggenflocken; fertig gemischt im Müsliregal)
  • 20g Hefe (halber Würfel)
  • 300ml Wasser
  • 75g flüssiger Natursauerteig (selbst angesetzt oder im Beutel, kann man kaufen)
  • 250g Weizenmehl (Typ 550)
  • 250g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 15g Salz

Außerdem: 2 Brot-oder Kastenformen (à ca. 25 cm), Mehl zum Arbeiten, ggf. Fett für die Formen, alternativ Papier, 2 EL Fünfkornflocken zum Wälzen

Für 2 Brote (à 600g): 45 Min. Zubereitung, 2 Std. Quellen, 1 Std. Teigruhe, 40 Min. Backen.

Für die Einlage das Malzbier in einem Topf erhitzen, aber nicht kochen lassen. Die Flockenmischung damit übergießen und abgedeckt 2 Stunden quellen lassen, bis die Flocken das Malzbier vollständig aufgenommen haben.

Malziges FünfkornbrotFür den Teig die Hefe in einer Schüssel in dem lauwarmem Wasser auflösen und mit dem Sauerteig mischen. Die Mehlsorten und zum Schluss das Salz hinzufügen und alles gut unter arbeiten. Die gequollenen Flocken zugeben. Den Teig circa 7-10 Minuten in der Küchenmaschine oder von Hand durchkneten.

Den Teig danach auf die bemehlte Arbeitsfläche geben und abgedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen. Zwischendurch ca. zwei bis dreimal rund wirken, damit er eine wollige Struktur bekommt.

(Rundwirken: Den Teig etwas flach drücken und vom Rand zur Mitte falten, etwas drehen und wieder vom Rand zu Mitte falten. Dieses einige Male wiederholen)

Die Backformen fetten, oder mit Papier auslegen. Den gegangenen Teig halbieren und die Teigstücke länglich formen. Mithilfe eines Backpinsels die Teiglinge mit etwas Wasser bestreichen und die Flocken darüber streuen. Den Teig in die Backform geben und erneut abgedeckt 30 Minuten ruhen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 220° vorheizen (Umluft nicht empfehlenswert), dabei ein mit Wasser benetztes Blech mit erhitzen. Sobald die Temperatur erreicht ist, das Blech herausnehmen, die Brote in den heißen Ofen (Mitte) schieben und für ca. 40 Minuten backen.

Wird ein Dampfgarer benutzt, diesen auf 210° aufheizen und für ca. 45 Minuten backen.

Grundrezept: Sauerteigansatz

  • 400 g Roggenmehl (Typ 1150)
  • 400 ml Wasser

Für 800 g Sauerteigansatz 10 Minuten Zubereitung, 3-5 Tage ruhen

Am ersten Tag 100 g Mehl mit 100 ml lauwarmen Wasser (circa 40°) gut verrühren mit einem Tuch abdecken und bei Zimmertemperatur 24 Stunden stehen lassen.
Am zweiten Tag erneut 100 g Mehl mit 100 g lauwarmen Wasser verrühren und zum Ansatz geben. Wieder abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Am dritten Tag restliches Mehl und restliches lauwarmes Wasser mit dem Ansatz verrühren abgedeckt und 24 Stunden erneut bei Zimmertemperatur stehen lassen. Nun sollte der Teig säuerlich riechen und von Bläschen durchsetzt sein. Er kann jetzt verwendet werden. Entnimmt man größere Mengen, kann der Sauerteigansatz jederzeit wieder durch ein Verhältnis 1:1 (z.B. 100g Mehl und 100 ml Wasser) verlängert werden.

* Das Original-Rezept entstammt aus dem Buch „Brot“ von Bernd Armbrust aus dem GU-Verlag und wurde hier leicht abgewandelt.

Malziges Fünfkornbrot

Habt viel Spaß beim Nachbacken! Ich habe mir nun auch gleich Sauerteigansatz von meiner Schwester mitgenommen, sodass vielleicht bald ein weiteres Brotrezept folgen wird ;-)

Seid herzlich gegrüßt, eure Franziska

„Dry“ it Baby on Have a Try: Klappe die Zweite: #Beeren

Ihr Lieben,

Inzwischen wird hier alles in Scheiben geschnitten was mir in den Sinn und zwischen die Finger kommt! Denn wenn man einmal entdeckt hat, wie einfach und genial das Trocknen, Dörren von Obst und Gemüse ist, und wie einfach eben damit auch das Konservieren dieser Früchte über einen Zeitraum hinaus ist, die die Frucht, Have a Try: Erdbeeren getrocknetdass Gemüse sonst genießbar gewesen wäre, oder gar schon  nicht mehr „Saison“ hat, dann bekommt man so viele Idee, zum einen welches Obst/Gemüse man diesem Verfahren unterziehen könnte, zum anderen was man dann danach alles damit machen könnte.

Jouuuhh, I hope you got this sentence! (Ab jetzt werden die Sätze wieder kürzer….)

Denn oft bewirkt eine Änderung des „Aggregatzustandes“ ja auch einen vielfätigeren Einsatz. So zum Beispiel ist mir die Idee zum Trocknen der Beeren für die Herstellung der Schokolade gekommen, die ich zuletzt hier, wie der eine oder andere bestimmt schon gesehen hat, selbstgemacht habe.

Natürlich ist die Idee feine Beeren zu dörren nicht neu und nicht von mir, dennoch ist es ein Verfahren, das gerade in Bezug auf die ein oder anderen Frucht/Gemüse noch nicht so „en Vogue“ ist, weshalb ich diese Idee gerne mit Euch teilen möchte. Ich verwende sie außerdem gerne im Müsli, in Salaten, zur Dekoration von Kuchen und Dessert und vielem mehr… Laßt euch weiter überraschen!

Have a Try: getrocknete Heidelbeeren Have a Try: getrocknete Himbeeren

Eine kurze, wiederholende Anmerkung zum Thema “Dörrautomat” oder “Dehydrierer”, auch weil ich immer wieder dazu gefragt werde und nun sicherlich bei einigen von Euch auch diese Fragen aufkommen. Ich habe mir letztes Jahr ein sehr hochwertiges Gerät gegönnt. Hier kann man die gewünschte Temperatur zwischen 30° und 68° C auswählen. Die Dörrzeit wird mit einer digitalen Zeitschaltuhr am Gerät geregelt. Im Dauerbetrieb schaltet sich das Gerät nach maximal 150 Stunden von selbst ab. Anders als bei vielen anderen Dörrautomaten fließt die Luft beim Sedona Dörrgerät horizontal statt vertikal. Das hat den großen Vorteil, dass die warme Luft gleichmäßig von hinten nach vorn über jeden Einschub streicht.

Feine Schokolade (selbstgemacht, roh-vegan)Es gibt aber auch deutlich günstigere Varianten, so schon ab ca. 40-50 €, wer sich dafür interessiert, muss sich nur im Netz umsehen, es gibt vielerlei Information dazu, auch bei YouTube. Oft können diese günstigeren Geräte allerdings nicht das Dörren in Rohkostqualität, d.h. unter 42°C, und sie können oft nicht eine stabile Wärmezufuhr garantieren, bzw. man kann nur ein “ungefähr” am Drehregler einstellen. Schaut einfach selbst! Jeder der möchte kann das passende Gerät finden.

Und ganz zum Schluss bleibt immer noch der gute alte Backofen. Allerdings kann ich da von nur sehr wenig Erfahrung sprechen. Direkt ausprobiert habe ich das trocknen von Grünkohl zu Grünkohlchips im Ofen, und das ging sehr gut. Man stellt die Gewünschte Temperatur ein, meist aber höhere Temperaturen, so zwischen 80-150°C, lässt die Ofentür einen Spalt weit offen, zum Beispiel durch einen dazwischengeklemmten Holzlöffel, und muss immer wieder nachsehen damit nichts verbrennt. Bei empfindlichen Früchten wie Beeren würde ich dies zunächst einmal erst vorsichtig ausprobieren.

Heute sende ich euch fruchtig-bunte, und wenn ich auf eine getrocknete Heidelbeere beiße auch leicht säuerliche, dennoch herzliche Grüße!

Eure Franziska

„Dry“ it Baby on Have a Try: Klappe die Erste: #Pflaumen

„Dry“ it Baby on Have a Try: Klappe die Erste: #Pflaumen

Schnell schnell, noch gibt es sie: reife, saftige Pflaumen die schon beim ersten Bissen einen zuckersüßen Saft verlieren und man somit immer auf der Hut sein muss, genau diesen sich nicht ständig vom Kinn abzuwischen….

Letztens habe ich davon auf dem Wochenmarkt einige Kilo erstanden und auf dem Spazierweg nach Hause damit gleich mein Tages-Workout verbunden,- warum sind 8 Kilo Pflaumen, bzw. Zwetschgen nur so schwer? Ich sah sie mir dann an wie sie in voller Pracht vor mir lagen und überlegte mir was ich nun ausser vernaschen alles damit anstellen möchte…

Zwetschgen

Einen Großteil davon wollte ich mir am Liebsten für den ganzen Winter konservieren: Für das morgendliche Müsli oder die Porridges, für Salate, einfach zum endlosen Snacken usw. Also lag es nahe, dass ich sie in meinem Dörrautomat oder Dehydrierer trocknen wollte.

getrocknete Pflaumen

Dazu habe ich sie zunächst gewaschen, halbiert und den Stein entfernt. Ich weiß, dass viele sie auch mit Stein dörren aber erstens benötigt der Vorgang deutlich mehr Zeit, und ich bin ja ungeduldig, und zweitens muss man dann den Stein im Mund vom Fruchtfleisch beißen, ähnlichgetrocknete Pflaumen wie bei einer Olive, und das ist dann nicht mehr so komfortabel… außerdem wird’s dann schwieriger mit dem Müsli und Konsorten. So sind nun ganz viele halbierte Pflaumen mit viel Liebe auf meine 9 Dörrbleche gelegt worden und bei 42° C dem Dehydriervorgang unterzogen worden. Insgesamt hat der Vorgang ca. 30 Stunden gedauert. Würde man eine höhere Temperatur wählen würde es auch schneller gehen, aber bei dieser Temperatur bleiben alle Vitalstoffe und Vitamine unbeschädigt in der Frucht. Wenn.schon.denn.schon.

Schön verpackt freut man sich nicht nur selbst wenn man von ihnen kosten darf, sondern auch andere wenn man sie als kleines selbstgemachtes Geschenk verschenken darf.

getrocknete Pflaumen, Rohkostqualität

So, schön dass sie die ganze Zeit gerade neben mir lagen und ich zwischen den Zeilen ab und zu naschen konnte… Nun gehe ich wieder auf den Markt, (zum Glück ist der in unserer Stadt gleich dreimal in der Woche ;-)) und schaue, was mir für neue Ideen kommen! Es wird bestimmt wieder ein Kürbis dabei sein!

Macht euch ein schönes und leckeres langes Oktoberwochenende!

Liebste Herbstgrüße, eure Franziska

Eine kurze Anmerkung zum Thema „Dörrautomat“ oder „Dehydrierer“, auch weil ich immer wieder dazu gefragt werde. Ich habe mir letztes Jahr ein sehr hochwertiges Gerät gegönnt, sozusagen den Vitamix unter den Dörrautomaten, und zwar das Sedona Classic Rohkost Dörrgerät mit 9 Einschüben. Hier kann man die gewünschte Temperatur zwischen 30° und 68° C auswählen. Die Dörrzeit wird mit der digitalen Zeitschaltuhr am Gerät geregelt. Im Dauerbetrieb schaltet sich das Gerät nach maximal 150 Stunden von selbst ab. Anders als bei vielen anderen Dörrautomaten fließt die Luft beim Sedona Dörrgerät horizontal statt vertikal. Das hat den großen Vorteil, dass die warme Luft gleichmäßig von hinten nach vorn über jeden Einschub streicht.

Es gibt aber auch deutlich günstigere Varianten, so schon ab ca. 40-50 €, wer sich dafür interessiert, muss sich nur im Netz umsehen, es gibt vielerlei Information dazu, auch bei YouTube. Oft können diese günstigeren Geräte allerdings nicht das Dörren in Rohkostqualität, d.h. unter 42°C, und sie können oft nicht eine stabile Wärmezufuhr garantieren, bzw. man kann nur ein „ungefähr“ am Drehregler einstellen. Schaut einfach selbst! Jeder der möchte kann das passende Gerät finden.

Und ganz zum Schluss bleibt immer noch der gute alte Backofen. Allerdings kann ich da von nur sehr wenig Erfahrung sprechen. Direkt ausprobiert habe ich das trocknen von Grünkohl zu Grünkohlchips im Ofen, und das ging sehr gut. Man stellt die Gewünschte Temperatur ein, meist aber höhere Temperaturen, so zwischen 80-150°C, lässt die Ofentür einen Spalt weit offen, zum Beispiel durch einen dazwischengeklemmten Holzlöffel, und muss immer wieder nachsehen damit nichts verbrennt.

„Dry“ it Baby on Have a Try: Klappe die Zweite: #Beeren

Let´s do it: Feinste Schokolade, selbstgemacht und rohvegan

Heute ist es endlich soweit! – Ja WAS, werdet ihr euch jetzt fragen: Ich habe mich nun mit großer Vorfreude und Eifer an den Versuch selbst roh-vegane Schokolade zu machen herangetraut. Eigentlich war es gar nicht schwierig, denn als ich im Frühjahr auf einer Rohkost-Messe war, habe ich ein wunderschönes, mit Liebe gestaltetes „Schoko-do-it-yourself – alles-was-du-brauchst-ist-schon-dabei-Päckchen“ gekauft, das ich nun endlich ausprobieren wollte! Und ich habe auch einen guten Anlass dazu: denn heute bin ich zu einem Geburtstagsbrunch eingeladen, und die schönsten Tafeln und leckersten Täfelchen dürfen vom Gaumen des Geburtstagskindes und aller Gäste verkostet werden! Also habe ich meiner Kreativität mal wieder freien Lauf gelassen, meine Lieblingsschürze umgebunden  und die Ärmel hochgekrempelt…

Feine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan)

Aber ganz von Anfang an, denn etwas Vorbereitung hatte ich dann doch, denn viele der schönen farblichen Früchte und Kräuter mit denen ich die SchokoladentafelnFeine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan) und -Formen verziert und geschmacklich modifiziert habe, habe ich schon vorher in meinem Dörrautomat dörren lassen, und zwar bei 42 ° Grad, also in Rohkostqualität.

Z.b. habe ich, als es noch viele frische Erdbeeren gab, diese in Scheiben geschnitten und gedörrt, ganze Heidelbeeren  (die haben ganz schön lange gebraucht ;-)), Rosmarin mit Knoblauch habe ich auch getrocknet, und das ist mal wirklich richtig lecker und so vielseitig einsetzbar! Und inzwischen sind noch viele andere Früchte, Gemüse und Kräuter ebenfalls hinzugekommen, aber dazu an anderer Stelle mehr.

Jetzt erst einmal zur Herstellung der Schokolade… Ich habe nun die sehr sehr hochwertigen Zutaten von CHOCQLATE verwendet, und man benötigt lediglich:

Zutaten für ca. 250g roh-vegane Schokolade:

  • 90 g Kakaobutter
  • 45 g gemahlene Kakaobohnen
  • 40 g Kakaopulver
  • 1 TL Vanille
  • Prise Salz
  • 60-80 g Agavensirup (je nach Süßebedürfnis auch mehr oder weniger)

Für die Zubereitung die Kakoabutter sehr vorsichtig im Wasserbad, am Besten in einer Metallschüssel, schmelzen. Aufpassen dass sie nicht zu heiß erhitzt wird und dann verbrennt. Sie schmilzt schon bei niedrig-warmen Temperaturen. Vorsicht auch dabei, denn während des gesamten Herstellungsprozesses darf kein Tröpfchen Wasser in die Kakaobutter oder später in die Schokoladenmasse gelangen. Feine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan)Während des Schmelzvorganges die anderen o.g. Zutaten der Reihe nach in eine weitere Schüssel geben, und erst gemeinsam mit der geschmolzenen Kakaobutter verrühren. Nun solange rühren, bis eine homogene schokoladige Masse entsteht. An dieser Stelle darf, bzw. sollte schon mal genascht werden, ob der richtige „Süßegrad“ erreicht wurde. Sonst noch etwas Agavensirup hinzugeben. Die Förmchen welche ich verwendet habe, habe ich damals auch von CHOCQLATE gekauft. Das gute und besondere an ihnen ist, dass sie für sehr dünne Schokolade gedacht sind, was bei einer doch recht herben veganen Schokolade für meinen Geschmack genau das richtige ist! Natürlich kann man aber auch jede andere Schokoladenform benutzen.

Wenn die Schokoladenmasse eingefüllt wurde, die Formen leicht auf die Unterlage klopfen, damit noch etwaige Luftblasen weggehen und dann nach Herzenslust dekorieren: Hier sind getrocknete Erdbeeren, Heidelbeeren, Rosmarin mit Knoblauch verwendet worden, dazu noch mein rotes Johannisbeersalz und die getrocknete Blütenmischung „Alles Liebe“ von Sonnentor. Feine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan)Aber wie gesagt, da darf sich jeder nach seinem Gusto austoben! Und für die nächste Schokoladenproduktion habe ich jetzt schon wieder neue Ideen… ;-) Beispiele für euch: Nüsse (Erdnüsse, Haselnüsse, Walnüsse, Macadamia), Mohn, Kandierter Ingwer, Kokoschips, Kokosraspel, Mandelblättchen, Cornflakes, gepuffter Reis, gepufftes Amaranth, Rosinen, getrocknete Mango, Orangen-/Zitronenzesten, Cranberries, Goji-Beeren, getrocknete Aronia, getrocknete Kirschen, getrocknete Himbeeren, Zimt, Pistazien, Kürbiskerne, Kakao-Nibs, Kokosblütenzucker u.v.m.

Zum Abkühlen die Formen für ca. 15-20 Minuten im Kühlschrank erkalten lassen, danach lassen sie sich ganz einfach aus ihrer Form lösen und können vernascht – verpackt – verschenkt werden…. Genauso habe sich es gemacht (das vernaschen reduzierte sich nur aufs „versuchen“, sonst wäre ja nichts mehr übriggeblieben, und ich mache mich nun auf den Weg zur Feier. Für die Gäste gibt es auch ein paar „Versucherle“ ;-)

Habt einen tollen Sonntag!

Macht das Leben bunt und versüßt es! In diesem Sinne, bis bald! Eure Franziska

Feine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan)

P.S.: Ich kann mir vorstellen dass man die Schokolade auch mit eigenen, einzelnen Zutaten herstellen kann, das wird ggf. günstiger werden, mag eventuell jedoch qualitativ einen Unterschied machen. Schaut mal bei CHOCQLATE vorbei, die Kistchen, welche sehr sehr liebevoll gestaltet und verpackt sind kann man sich auch nach Hause schicken lassen, so habe ich sie auch schon selbst verschenkt. (Eigentlich möchte ich gar nicht so viel Werbung machen, aber für das tolle Ergebnis – zauberhafte Schokolade- und so viel Mühe die dahinter steckt, mache ich das heute)!

Gekühlt lassen sich die Tafeln übrigens über einige Tage/Wochen aufbewahren, wobei sie natürlich frisch am Besten schmecken. Man kann ja jederzeit wieder neue Tafeln machen … ;-)

Feine Schokolade  (selbstgemacht, roh-vegan)